Chrupalla an Esken: "Nicht wir, Sie wollen die Opposition vernichten!"
Esken wurde von Chrupalla eine Zwischenfrage gewährt, in der die SPD-Politikerin Björn Höcke – und damit der gesamten Partei – die Ansicht unterstellte, dass "die Parteiendemokratie eine Gefahr für den grundsätzlichen Erneuerungsauftrag der AfD sei, und deshalb dieser Staat weitestgehend von den Parteien befreit werden müsse". Ferner behauptete sie, dass Höcke mit der AfD "die Machtübernahme und dann die Beseitigung aller anderen Parteien" in der Bundesrepublik plane.
Chrupalla konterte mit einem Rückblick auf Versuche, in denen Altparteien, wie Eskens SPD, die AfD zu verbieten suchten: "Das wollen Sie doch mit überbordenden Parteiverbotsverfahren, die Sie einleiten wollen. Sie wollen die Opposition vernichten."
"Wer undemokratisch ist – das wissen Sie am besten!", sagte Chrupalla abschließend zu Esken.
Zumal die Aussagen Höckes von Esken im Bundestag verzerrt und falsch dargestellt wurden: Während seines Auftritts in Dortmund im Februar 2026 sprach Höcke von der dringlichen Notwendigkeit "dieses auf Steuerzahlerkosten [basierende] System der parteinahen Stiftungen zu beenden".
Nicht die Existenz der Parteien selbst, sondern die Möglichkeiten, was "das Abgreifen von Steuergeldern angeht" seien laut ihm ein "historisch einzigartiger Raubzug der Altparteien", der unter einer AfD-Regierung beendet werden würde.
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