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Klitschko: Nächtlicher Angriff auf Kiew war der massivste seit Beginn der Militäroperation

In der vergangenen Nacht haben Russlands Streitkräfte im Zuge eines Vergeltungsschlags mehrere militärische Ziele unter anderem in der ukrainischen Hauptstadt zerstört. Kiew habe eine "schreckliche Nacht" erlebt, schreibt Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram.
Klitschko: Nächtlicher Angriff auf Kiew war der massivste seit Beginn der Militäroperation© Urheberrechtlich geschützt

Das russische Verteidigungsministerium gibt in seinem Frontbericht vom Donnerstag bekannt, als Reaktion auf die Terroranschläge des Kiewer Regimes auf die zivile Infrastruktur in Russland Unternehmen der Militärindustrie sowie Anlagen für Brennstoff- und Energiekomplexe in Kiew und seinem Umland angegriffen zu haben.

Darüber hinaus sei die Infrastruktur militärischer Flugplätze in den Gebieten Dnjepropetrowsk, Poltawa, Tscherkassy, ​​Tschernigow und Kiew ebenfalls zum Ziel geworden. Laut der Behörde in Moskau griff das russische Militär die gegnerischen Ziele mit Kampfdrohnen sowie mit präzisionsgelenkten Langstreckenwaffen aus der Luft, vom Land und vom Meer massiv an.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko schreibt in einem auf Telegram veröffentlichten Post, es sei "der massivste Angriff" seit Beginn der russischen Spezialoperation gewesen. Dabei seien ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt worden. Kiew habe eine "schreckliche Nacht" erlebt, so Klitschko weiter.

Wie Russlands Verteidigungsministerium mitteilt, wurde in Kiew ein Werk getroffen, das Leitsysteme für die bodengestützten Langstreckenraketen vom Typ Flamingo herstellt. Es handelt sich um den Militärbetrieb Radioniks, der auch Systeme für die Raketen vom Typ Fire Point-7, Fire Point-9, Neptune-MD sowie für Flugabwehrlenkraketen entwickelt.

Die Behörde führt hierbei aus:

"Die Produkte des Unternehmens haben auch direkte Auswirkungen auf die Kampffähigkeiten der ukrainischen Luftstreitkräfte und ihre Fähigkeit, Luftverteidigungssysteme zu bekämpfen."

Zu weiteren beim nächtlichen Vergeltungsschlag getroffenen Militärbetrieben zählen:

  • das Werk ATLON AVIA, das die ukrainischen Streitkräfte unter anderem mit Drohnen vom Typ An-196 Ljuty und Magura UA versorgt,
  • das Antonow-Flugzeugindustriewerk, das Militärflugzeuge sowie Drohnen vom Typ An-196 Ljuty entwickelt und produziert,
  • das Kiewer Radiowerk, das Zielsysteme für alle Arten von in der Ukraine hergestellten Panzern und Schützenpanzern modernisiert,
  • das Industrieunternehmen Kiew-25, das das elektronische Kampfführungssystem Lima herstellt und lagert.

Infolge der Attacke auf die ukrainische Hauptstadt wurden außerdem ein Transport- und Logistikzentrum Tschaika für Drohnenlagerung und ein Treibstoff- und Schmierstofflager Kiew-3, das die Militäreinheiten der Kiewer Garnison mit Dieselkraftstoff versorgt, getroffen.

Zudem seien mehrere Gasverteilungsstationen, die den Betrieb von Unternehmen des ukrainischen militärisch-industriellen Komplexes gewährleisten, zerstört worden.

Laut dem Frontbericht vom Donnerstag schließen die Stoßtrupps des russischen Truppenverbands Süd die Bekämpfung von verstreuten Einheiten der ukrainischen Streitkräfte in Konstantinowka in der Volksrepublik Donezk (DVR) ab.  

Die Stadt gilt als Tor zum Ballungsraum Kramatorsk-Slawjansk. "Es ist ein Brückenkopf, ein Dreh- und Angelpunkt, der für ein erfolgreiches Vorrücken und die Befreiung dieser Ansammlung von Ortschaften in der DVR unerlässlich ist", berichtete kürzlich ein russischer Offizier gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

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